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Das ist eine Story, die ich als Hausaufgabe eingereicht habe, es durften nur 250 Zeilen, mit je 60 Anschlägen sein.

Vielleicht werde ich eine ähnliche Story mal bei meinen Potterstorys einbauen, ich hätte schon mal eine Idee dafür, aber das könnte dauern.

Die Druidin

Sie wachte mit dröhnendem Schädel auf, quälte sich auf die Füße. Was war nur geschehen? Sie klopfte sich den Schmutz vom Kleid und betrat das Haus.

Ihre Augen weiteten sich vor Schrecken und sie fing an, aus Leibeskräften zu schreien. "Mia? Mia, was....bei den Göttern!"Der Mann blieb wie angewurzelt stehen, er stöhnte auf. "Was ist geschehen Mia?" Sie antwortete nicht, sie sank schluchzend auf die Knie. "Wir müssen sie begraben! ---- Komm Mia, hilf mir!" Er zog sie auf die Füße.

Später, als die Sonne gerade unterging, standen sie vor dem frischen Hügelgrab, Mia hatte keine Tränen mehr, traurig legte sie Blumen am Fuße des Hügels ab. Nun war sie ganz alleine, sie hatte heute ihre gesamte Familie verloren, ihre Eltern, die Großeltern, ihre große Schwester und den kleinen Bruder. "Danke Mr. Browner! Danke für ihre Hilfe!", flüsterte Mia. Martin Browner lächelte leicht. "Schon gut, Mia! Was hast du jetzt vor?" Sie seufzte. "Ich werde in die Hauptstadt gehen. Onkel Richard lebt dort, er ist jetzt mein Vormund, er ist der Einzige, den ich noch habe!", murmelte sie. "Wie willst du, den in die Stadt gelangen?" "Zu Fuß, vielleicht nimmt mich ein Wagen mit!" Martin nickte. "Aber erst morgen früh, du kannst heute bei Beth und mir übernachten, Bitte!"

Mia machte sich bei Sonnenaufgang auf den Weg, sie nahm den langen Marsch zur Hauptstadt in Angriff, bald ließ sie das Dörfchen Salisbury weit hinter sich. Sie lief, soweit sie ihre Füße trugen, dann schlief sie ein wenig am Straßenrand, als es schon dämmerte lief sie weiter, Mia lief bis zum Morgengrauen. Als ein Ochsenkarren sich näherte, trat sie von der Straße, sie stolperte und fiel erschöpft auf die Knie. Der Fahrer des Wagens nahm sie ein Stückchen mit, Das sanfte Schaukeln wiegte Mia bald in den Schlaf. Sie schrak auf, Dunkelheit war herabgesunken. Auf der Straße war ein Wagen umgekippt, Lärm drang herüber, Mia sprang vom Wagen. "Wo willst du hin Mädchen?", rief der Mann ihr nach. "Sehen, ob ich helfen kann!" "Aber es sind nur Zigeuner!" Doch Mia hörte nicht mehr hin, sie hatte den Wagen erreicht, und sah zu, wie man einen Mann unter dem Wagen hervor zog. Er war verletzt, blutete stark, die Männer und Frauen des Clans rangen mit den Händen, Mia konnte es nicht verstehen. "Was ist los? Er braucht Hilfe!", rief sie. Eine der Frauen sah sie an. "Aber unser Heiler ist tot, er wurde in der Hauptstadt hingerichtet!", erklärte sie. Mia schluckte hart, dann ging sie neben dem Verletzten in die Knie. "Mein Name ist Mia, ich werde versuchen zu helfen, wie heißen sie?" "Marcelo!", stöhnte er. Mia lächelte, sie kramte in ihrem Beutel und nahm einige Pflanzen heraus. "Ich brauche heißes Wasser, bitte!", rief sie. Eine der Frauen kümmerte sich darum, während Mia versuchte, die Blutung zu stoppen. Das Wasser wurde schnell gebracht, Mia sah überrascht auf, sie sah sich um, auf einem der anderen Wagen rauchte die Esse.

Mia warf die Pflanzen ins Wasser und ließ sie kräftig ziehen. "Bellis perennis!", merkte sie an. "Gänseblümchen, es wirkt blutstillend!" Mia tauchte ein Tuch in das Wasser und behandelte Marcelo, bevor sie seine Wunden sorgsam verband. "Ich werde noch eine Salbe herstellen, die soll verhindern, dass sich die Wunden entzünden!", erklärte sie und erhob sich. "Er sollte sich jetzt ausruhen!", erklärte sie den Männern.

Eine der Frauen führte sie zu einem anderen Wagen. "Ich bin Isabella, sind sie Heilerin, Miss?" "Nicht ganz, aber meine Eltern haben mir sehr viel beigebracht!" Nach etwa einer Stunde, drückte Mia Isabella einen Tiegel in die Hand. "Sieh nach Marcelos Wunden, und wenn sie nicht mehr bluten, trag dies auf." "Was ist darin?" Mia nannte die lateinischen Namen der Zutaten, Isabella sah Mia verständnislos an. "Ich habe nur Gänseblümchen verstanden!" "Oh...", entfuhr es Mia. "Gänseblümchen, Johanniskraut, Kamille und Salbei, die wirken alle entzündungshemmend!", erklärte sie lächelnd.

Mia hatte es sich gerade unter einem Baum gemütlich gemacht, als ein Mann zu ihr trat. "Miss?" Mia sah langsam auf. "Mein Name ist Alexander. Maria, meine Frau braucht ihre Hilfe!" Mia folgte Alexander, er brachte sie zu einem Zelt. "Maria? Sie wird dir helfen!", flüsterte er und strich seiner Frau zärtlich das Haar aus der Stirn. Nachdem Mia sich die junge Frau nur angesehen hatte, ahnte sie es schon, sie fragte leise, "Was hat sie gegessen?" "Wir haben kein Geld, wir fanden Kresse am Bach!" Haben sie viel davon gegessen?", fragte sie Alexander ernst. "Bis wir satt waren!" "Maria hätte keine Kresse essen dürfen. Sie ist gefährlich für die Schwangerschaft.", bemerkte Mia. "Sie...wollen sie sagen...Maria hat das Kind verloren?" Alexander sah sie fassungslos an. "Aber... aber sie wird doch wieder gesund?" "Ich werde einen Heiltrank kochen!", erklärte Mia und griff nach ihrem Beutel, sie fand Beifuß, Thymian und Anis. "Ich brauche Misteln!", murmelte sie. "Ich weiß, wo welche wächst, auf der Fahrt habe ich sie entdeckt, nicht weit von hier." Alexander lief nach draußen. "Alexander, achten sie darauf, das die Misteln nicht den Boden berühren!", rief Mia ihm nach.

Sie sah sich suchend um, der neue Morgen graute schon langsam, aber Alexander war nirgends zu sehen. "Isabella?", rief Mia die junge Frau. "Ja?" "Ich werde nach Alexander suchen, aber ich brauche den Tau, der sich auf dieser Pflanze sammelt!", erklärte sie. "Ich werde ihn auffangen, es ist für Maria, nicht wahr?" Isabella sah sie aufmerksam an. "Ja, es geht ihr nicht gut!---- Danke Isabella!"

Mia lief die Straße entlang, bis zu einer Mauer, davor lag ein Schuh, irritiert sah Mia hinüber, sie erblickte eine Burg und im Garten auf den Apfelbäumen, Misteln. Mia schluckte, sie lief zum Tor, nahm ihren Mut zusammen und ließ den Türklopfer fallen. "Was willst du?", kam es unfreundlich. "Ich muss euren Herrn sprechen!" Der mann fixierte Mia, doch er ließ sie ein, ein Anderer führte sie in die Halle.

Mia musste einen Moment warten, doch dann entdeckte sie den Hausherrn auf der Treppe. Ihr stockte der Atem, wenn man einen Mann schön nennen konnte, dann ihn. Er war hochgewachsen, sein dunkles Haar fiel ihm in leichten Wellen auf die Schultern, seine grünen Augen inspizierte Mia von oben bis unten, sie fühlte sich unwohl unter seinem Blick und schluckte hart. "Was wollen sie?", fragte er kühl.

Schon wieder wurde er geweckt, hatte er denn keine ruhige Minute mehr. "Master John, da ist eine junge Frau, sie lässt sich nicht abweisen!" Sein Kammerdiener sprach ebenso müde auf ihn ein, wie er sich fühlte. Nun stand John am Treppenabsatz, er sah widerwillig hinunter. Schmuddelig stand sie in der Halle, doch als sie ihn ansah, verschlug es ihm die Sprache. Ihre braunen Augen blickten so weich, in einer fahrigen Geste schob sie ihr schwarzes Haar zurück, er stieg hinab. "Was wollen sie?" Mehr bekam er nicht hinaus.

"Kann es sein Sir, dass sie heute Nacht einen Eindringling gestellt haben!", er schloss die Augen, diese Stimme griff nach seiner Seele. "Gehört er zu ihnen?" Klang seine Stimme belegt? "Nicht direkt, er gehört zu meiner Patientin. Alexander wollte Misteln besorgen.", erklärte Mia leise. "Patientin?" "Der Heiler des Clans ist hingerichtet worden!" Er sah sie intensiv an. "Kommen sie!" John ging voraus, Mia hob die Augenbrauen. "Sie wollen doch ihre Mistel, oder?"

Er begleitete sie bis zum Wagenlager, er trug sogar die Misteln. "Verraten sie mir ihren Namen, Sir?" Mia sah ihn vorsichtig an. "John Verdant! Und mit wem habe ich das Vergnügen?" "Demiadora Michaels, aber die meisten nennen mich Mia!", erklärte sie bei seinem erstaunten Blick. John beobachtete Mia, während sie den Heiltrank kochte, Isabella brachte den aufgefangenen Tau, vom Frauenmantel. "Maria muss den Trank dreimal am Tag einnehmen, etwa fünf Tage lang, dann wird sie wieder bei Kräften sein!", erklärte sie, doch Mia beließ es nicht dabei. Sie füllte etwas Eisenkraut in einen Beutel, den legte sie der jungen Frau um den Hals. "Tragen sie ihn immer, er wird sie schützen. Eisenkraut ist eine besondere Pflanze!", bemerkte sie.

Sie sind eine Druidin!", stellte John fest, sie schüttelte den Kopf. "Ich bin nicht voll ausgebildet!", flüsterte sie bedrückt. "Was haben sie jetzt vor, bleiben sie beim Clan?", fragte er nun vorsichtig. Mia schüttelte den Kopf. "Ich muss in die Hauptstadt, zu meinem Onkel Richard, er ist mein Vormund, ich bin noch nicht volljährig!", erklärte Mia, sie sah John fragend an. "Werden sie Alexander gehen lassen?" Er nickte. "Ja, sobald ich zurück bin.

Mia war gegen Mittag aufgebrochen, sie wollte die Hauptstadt so schnell wie möglich erreichen. Sie war froh, als ein alter Mann ihr einen Platz auf ihrem Karren anbot, sie kamen in der Dämmerung in der Hauptstadt an. Mit ihrem letzten Geld suchte sich Mia eine Unterkunft für die Nacht, am nächsten Morgen erst, wollte sie ihren Onkel aufsuchen.

John wusste nicht, was ihn zu dieser Entscheidung veranlasste, doch er ließ sein Bestes Pferd satteln und erreichte im Morgengrauen die Stadt. "Was treibt sie zu dieser Zeit in die Stadt, Mylord?", fragte der alte Diener überrascht. John trat aus den Stallungen, um zu seinem Haus zu spazieren, als ihn jemand ansprach. "Verdant? Mein alter Freund, welch seltenes Glück, dich zu sehen!" "Henry, wie geht es dir?" John umarmte den alten Freund. "Ich bin auf der Suche, nach einem Richard Michaels!" Der Freund sah ihn verblüfft an. "Was willst du von ihm? Er ist ein Scheusal!", erklärte Henry. "Eine Bekannte wollte ihn besuchen!" John begann schlimmes zu ahnen, er nahm das Angebot seines Freundes, nach dem Rechten zu sehen gern an.

Sie trafen zur selben Zeit wie Mia auf dem Platz ein, sie hatte ihren Onkel gerade erst entdeckt. "Onkel Richard!", rief sie ihn an. Richard drehte sich um und sah sie schockiert an. Mia versteifte sich und sah ihren Onkel fassungslos an. "Du warst es! Du hast sie alle umgebracht, du bist ein Mörder!" Ihre Stimme wurde immer leiser, als sie auf die Knie fiel. "Mia? Geht es ihnen nicht gut?" John war zu ihr getreten. "Ich... die Erinnerungen!", stammelte sie. "Was ist denn geschehen?", fragte John leise. "Doch Mia kam nicht dazu, zu antworten, ein Knall ließ John herumfahren, dann spürte er, wie Mia neben ihr zu Boden ging. "Mia!", rief er und sah, wie sich ihr Kleid rot verfärbte. "Henry, wir brauchen einen Arzt!"

Mia wurde in die Praxis gebracht, der Arzt entfernte die Kugel, doch er konnte nicht versprechen, dass sie wieder gesund würde, es gab Komplikationen.

"Er hat meine Familie getötet. Er wollte mich umbringen!", stammelte Mia, nachdem sie endlich aufgewacht war. "Er wird hingerichtet werden!" Mia sah John verständnislos an. "Das Wort eines Lord hat großes Gewicht und das von Zweien noch mehr!", erklärte sein Freund Henry. Mia sah sie nachdenklich an, dann lächelte sie. "Er hat diese Strafe verdient."

"Was hat der Arzt gesagt?", fragte sie vorsichtig, John senkte den Kopf. "Es ist weil ich meine Beine nicht spüre, das ist nicht gut!", flüsterte sie.

Der Arzt entließ Mia ein paar Tage später aus seiner Obhut, auch wenn sich ihr Zustand nicht sehr gebessert hatte. "Haben sie eine Familie, wo sie bleiben können?", fragte Henry sachte. Mia schüttelte bedrückt den Kopf. "Sie sind alle gestorben!", murmelte sie. "Sie kann bei mir leben, Mutter freut sich bestimmt über Gesellschaft!" John sah sie lächelnd an, Hoffnung keimte in Mia auf. Henry fixierte seinen Freund verblüfft, bahnte sich da etwas an?

Mia fühlte sich sehr wohl auf der Burg, die Bediensteten behandelten sie freundlich, mit mitleidigem Blick. Auch Johns Mutter hatte sie gut aufgenommen. John hatte sich um die Zigeuner gekümmert, sie fanden nun immer ein Plätzchen auf seinem Grund, sie dankten es ihm, indem sie ihn nicht bestahlen.

Sie war kaum einen Monat auf der Burg, Mia hatte John kaum zu Gesicht bekommen, als sie ein Fieber überkam. Mia verfiel in eine Art Wachschlaf, sie war nicht ansprechbar und reagierte nicht, auf gar nichts. Bis John sie besuchte, sie sah ihn mit glasigen Augen an und versuchte etwas zu sagen. John musste genau hinhören, um ihr Murmeln zu verstehen. Bitte, nach Hause! Salisbury!" Er wollte ihr diesen Wunsch erfüllen, John ließ noch in dieser Nacht die Kutsche anspannen. Vorsichtig bettete er Mia auf einen der Sitze und nahm ihr gegenüber Platz, er störte sich nicht an dem verschlafenen Blick des Kutschers, John wollte keine Zeit verlieren.

Sie erreichten Salisbury gegen Mittag. Er beschloss jemanden nach Mia zu fragen. "Demiadora....Mia? Was ist mit ihr?" Hatte er doch gleich den Richtigen getroffen, Martin Browner sah mitfühlend auf Mia hinab."Bringen sie Mia zu den hängenden Steinen, zu den Steinkreisen!", bat er. "Ihre Familie haben dort, ihre Weihungen abgehalten.", erklärte er John. Martin begleitete sie, die Männer trugen Mia in die Mitte des Kreises, zum Altarstein, vorsichtig legten sie Mia darauf ab. John blieb allein bei ihr zurück, er sah sie an, sprach zu ihr, doch sie reagierte nicht auf ihn. Als es schließlich dämmerte setzte er sich zu Füßen des Altarsteins ins Gras, bald war er erschöpft eingeschlafen, so verpasste er das Geschehen im Mondlicht.

Der Vollmond schob sich langsam über den Steinkreis und tauchte Mia auf dem Stein in sein Licht, es war als tanzten seine Strahlen auf ihrem Gesicht. Ihre Lider flatterten und Mia schlug die Augen auf, sie hob den kopf und zuckte zusammen, vorsichtig bewegte sie die Füße, ein Lächeln erhellte ihr Gesicht. Sie setzte sich auf und entdeckte John, sie ging vor ihm in die Knie, sanft strich sie ihm über die Wange, er seufzte kurz auf, schlief aber weiter. Mia setzte sich neben ihn und kuschelte sich an seine Schulter, bald war auch sie eingeschlafen,

Ein ungewohntes Gefühl weckte ihn, ein druck auf seiner Schulter, vorsichtig wand er den Kopf und sah erstaunt auf. "Mia?", fragte er leise, langsam schlug sie die Augen auf. "Guten Morgen, John!" Ihre Sanfte Stimme ließ ihn erschaudern, sanft strich er über ihre Wange. "Geht es dir gut?" Mia nickte und lächelte. "Da bin ich aber froh, ich hatte Angst um dich!", flüsterte John und sah ihr in die Augen, was er dort entdeckte, ließ ihn seinen Mut zusammennehmen. Zaghaft senkte er seine Lippen auf die Ihren. Als sie den Kuss vorsichtig erwiderte, vertiefte er ihn zärtlich. Mia seufzte auf, als sie sich von einander lösten. "Heirate mich!", bat John, Mia sah ihn verblüfft an, dann begann sie strahlend zu lächeln. "Ja!", hauchte sie.

 

Copyright: einzig und allein bei Noel McKey (28.11.2004)

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